
|
|
 |
 |
 |
| Balkan Beat Box (New York) |
| Reihe: Ostwind |
Klezmer trifft auf Roma-Tröten, Dub spielt mit bulgarischen Frauengesängen
Der werte Stefan Hantel, aka Shantel, besitzt ein äußerst geschicktes Händchen dafür, sich die Crème de la Crème der weltmusikalisch angehauchten Bands und Projekte unter den Nagel zu reißen und auf seinem feinen Essay-Label zu veröffentlichen. Die Balkan Beat Box aus New York feiert nun ebenfalls dort ihr Stelldichein.
Es ist eine berauschende Mischung: Performancekünstler, Bauchtänzerinnen und Flamencotänzer, DJs und ein VJ setzen elektronische Musik in Szene, die sich aus Dance und Worldmusic gleichermaßen speist. Bei Balkan Beat Box verschmelzen Musiker aus Israel, Marokko und dem Iran die aufregenden Klänge des Mittleren Ostens, Nordafrikas, des Balkan und Osteuropas miteinander.
Balkan Beat Box ermöglicht einen ganz anderen Blick auf Musik: als einen fortwährenden kulturellen Dialog. Und der kann verschiedene Formen annehmen. Er zeigt sich als Culture Clash oder Diskurs der Diaspora. Dann wieder zeigt er sich so vielstimmig wie Israel ist: ein wahrhaftiger Schmelztiegel mit all der arabischen, sephardischen und chassidischen Musik, aus dem sich schier unendlich Inspiration schöpfen lässt. Auch deshalb spielen Balkan Beat Box immer wieder dort, erhalten begeisterte Kritiken und erfreuen sich eines immensen Publikumszuspruchs.
Tamir Muskat und Ori Kaplan sind die Kreativköpfe, die sich hinter dem Namen Balkan Beat Box verbergen. Ihr Baby agiert dabei nicht als Black Box, sondern ist offen für viele Einflüsse und künstlerische Ausdrucksformen. Neben der Musik fließt vielerlei in das Konglomerat BBB ein. Bauchtanz, Flamenco, DJs, VJs und Performance-Kunst macht das aus, was die beiden 2003 ins Leben riefen. Kaplan und Muskat waren aber beileibe keine Frischlinge, als sie 2003 in New York die Balkan Beat Box an den Start brachten. Der Name ist dabei ein klein wenig irreführend, denn wofür das Projekt musikalisch steht, ist nicht nur auf dem Balkan zu verorten, sondern greift weiter.
Dies hat ganz sicher auch etwas mit den Wurzeln der beiden Protagonisten zu tun. Beide wachsen in der israelischen Hafen- und Musikmetropole Tel Aviv auf. Kaplan (Jahrgang 1969) erhält bereits in seiner frühen Jugend Unterricht in Klarinette, einem der tragenden Instrumente des Klezmer-Sounds. Traditionalismus in seiner reinen Form scheint aber seine Sache nicht unbedingt zu sein. So spielt er denn auch bald mit elektronischen Klangerzeugern und experimentiert mit Samplern beim Underground-Projekt DXM. Muskat kommt in Rumänien zur Welt, von wo seine Mutter nach Israel auswandert. Den vermeintlichen Kulturschock integriert Tamir schon bald als musikalische Lebensmaxime in seine Arbeit als Tontechniker und Produzent.
Unabhängig voneinander zieht es beide nach New York (Kaplan 1991, Muskat 1995), wo sie ihre unterschiedlichen Vorlieben künstlerisch Ausdruck verleihen. Tamir spielt in der Band Izabo Schlagzeug, Ori macht 1996 in den ehrwürdigen roten Backsteingebäuden des Mannes College Of Music seinen Abschluss. Nach diesem Kapitel stürzt er sich in die New Yorker Musikszene, gründet die Formation Trio Plus mit Geoff Mann am Schlagzeug und Tom Abbs am Bass/Tuba und ihm selbst am Saxophon. Steve Swell erweitert das Trio später zum Quartett. Wie es bei vielen Musikern der Fall ist, lastet ihn das alleine nicht aus. 1997 schließt er sich außerdem dem Little Huey Orchestra und einer weiteren Anzahl an Jazz-Projekten an, die im Dunstkreis des Knitting Factory-Labels ihr Unwesen treiben. Dort wirkt er an einigen hochgelobten Alben mit (u. a. »Gongol«, »Le Magus«).
1998 zieht es ihn zu Toda Ashley und seinen Firewaters, mit denen er das sehr gute Album »The Man On The Burnings Tightrope« einspielt und auch auf Tour durch die USA und Europa geht. Weitere Engagements hat er mit Gogol Bordello, Big Lazy, John Zorn und seiner Combo Shot'nez, in der er die verschiedensten klanglichen und kulturellen Strömungen einfließen lässt.
Tamir Muskat spielt schon 1996 bei Firewater, wo er Herrn Kaplan begegnet. Die Wege der Zwei kreuzen sich hier nicht zum letzten Mal. Auch bei Gogol Bordello haben sie gemeinsam die Finger im Spiel. Mit Big Lazy schreiben sie sogar an Filmmusik. Die Melange aus Elektroklängen und Romamusik bei Gogol Bordello muss Kaplan und Muskat dermaßen ins Mark geschossen sein, dass sie 2003 beschließen, die Balkan Beat Box als loses Kollektiv, mit ihnen selbst als klangliche Moderatoren, zu gründen. Unter Mitwirkung der unterschiedlichsten Gäste entsteht ein Musikgemälde, das so ziemlich alles einschließt, was die beiden während ihres musikalischen Schaffens bislang berührt. Klezmer trifft auf Roma-Tröten, Dub gibt sich mit bulgarischen Frauengesängen munter die Klinke in die Hand.
Die Sparkasse Leipzig ist Hauptsponsor der Konzertreihe Ostwind
Weitere Veranstaltungen der Reihe Ostwind:
- Bratsch
- Kroke (Polen)
- Eva Female Vocal Quartett (Bulgarien)
- Vorsicht, Angriff einer Blaskapelle! »King« Naat Veliov & The Original Kocani Orkestar (Mazedonien)
- Bratsch
- Muzsikás feat. Márta Sebestyén
- Zuby Nehty (Praha)
- Aufwind
- Karikas (Ungarn)
- Leipziger Folk Session Band
- Tacheles, Na Pas (Belorussland), Michail Gudenko (Ukraine), Victor Eritsuta (Ukraine) +Freunde
- Marek Galazka & Po Drodze (Polen)
- CSOKOLOM
- Natascha Bondar (Rußland) & der Dok-Film „Leben, Herbst“
- Karsten Troyke Trio
- Suzanna und Dzelem
- Rale (Japan, Tschechei)
- Urna Chahartugchi & Band (VR China)
- Romane Romnija (Prag)
- Ostwind-Spezial
- King Naat Veliov & The Original Kocani Orkestar (Mazedonien) & The Saint Nicholas Orchestra (Polen)
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Prag-O-Mania (Tschechien)
- Farlanders (Russland)
- Kroke (Polen)
- Bratsch (Frankreich)
- Teatr Novogo Fronta (Russland/International)
- RADAsynergica
- Orkestar Salijevic
- Zengö (Ungarn)
- Pesakh Fiszman (New York) und das Swing &
- Kerstin Katjusha Kozubek & Ensemble
- Aufwind
- Kroke (Polen)
- Bratsch (Frankreich)
- Karsten Troyke Trio
- NE ZHDALI
- Bratsch
- Poslednij Chance
- Namtchylak & Rothenberg
- The Transsylvanians
- Klezmatics
- Evasion
- Ostwind Party
- Poza
- In the mood of Duende
- Karikas
- Karsten Troyke & Jiddisch Anders
- Mark Aizikowitsch
- Bratsch
- Ahava Raba
- Balaleika Nuéva (Russland)
- Aufwind
- Caval
- Karsten Troyke & Jiddisch Anders
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Klesmorim
- Poslednij Chanse
- Simon Jakob Drees
- Dikanda (Polen)
- Siiri Sisask & Kristjan Randalu (Estland)
- Kroke (Polen)
- Manana Menabde & Shin
- Rettung der Löffelfamilie
- Mirrorworld (Ungarn)
- Parne Gadje (Niederlande)
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Igor Savitsky (Ukraine) singt Wyssotsky
- Dobrek Bistro (Polen/Österreich)
- Yat Kha (Russland)
- Eva Female Vocal Quartet (Bulgarien)
- Bratsch
- Tam Tam Project (Polen)
- KAL (Serbien)
- Charms Projekt und Katka Sarközi (CZ)
- La Sega del Canto (Finnland)
- Fragment (Ungarn)
- Volga (Moskau)
- Little Cow (Ungarn)
- The Shin (Georgien)
- KAL (Serbien)
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Suden Aika (Finnland)
- Klezzmates (Krakow)
- Shukar Collective (Rumänien)
- Siiri Sisask & Kristjan Randalu (Estland) und Band
- Volga (Russland-Moskau)
- Kultur Shock (Bosnien, Bulgarien, USA, Japan)
- Perkalaba (Ukraine)
- Tutarchela (Georgien)
- KaroVan – Lisa Kanchukh und Freunde (Armenien/BRD)
- Parne Gadje (Niederlande)
- Natascha Bondar und Band (Russland)
- Bratsch (Frankreich)
- André Ochodlo & The Jazzisch Quintett (Polen)
- Alony (Israel/BRD)
- La Cherga (Bosnien, Mazedonien, Kroatien)
- Karl Hlamkin mit seinem Inflammable Orchester (Russland)
- Zariza Gitara (RUS)
- Egschiglen (Mongolei)
- The Shin (Georgien)
- Kultur Shock (International)
- Aufwind
|
11,-/8,-
Kartenvorbestellung:
|
|
 |
|
|
|