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| Siiri Sisask & Kristjan Randalu (Estland) und Band |
| Reihe: Ostwind |
Zwei Ausnahmemusiker aus dem Land der Sänger
Wir beginnen unsere Ostwind-Reihe im neuen Jahr mit zwei Ausnahmemusikern aus Estland.
Jälg’ (Spur) heißt die Band und so heißt auch der Titel des aktuellen Programms. So darf sich der Hörer auf die Spurensuche nach einer außergewöhnlichen Stimme begeben. Die Kompositionen sind poemartige Lieder mit poetischen Texten. Siiri Sisask Songs haben Jazz-Feeling, pendeln zwischen Pop und Folksongs, sind esoterisch, trancehaft, emotionell, nebulös und spiegeln die ganze Lebenserfahrung dieser Künstlerin wider
Siiri Sisask ist in der estnischen Popmusikszene einer der faszinierendsten und beliebtesten Stars, die keiner bestimmten musikalischen Stilrichtung zuzuordnen ist. Von Zeit zu Zeit macht sie Abstecher in die Welt des Jazz und überrascht ihre Zuhörer mit ihrer Kreativität, ihrem Charisma und ihren eigenwilligen Interpretationen bekannter Jazz-Standards. Ihre erste Aufnahme mit der Band »Vilamiin« stammt aus dem Jahr 1985. Anfang der 90er Jahre kultivierte sie das Image einer Pop-Rockmusikerin – für eine junge Komponistin war der Erfolg des Hits »Ma ei maga, ma ei söö« (dt. »Ich schlafe nicht, ich esse nicht«) überwältigend. Eine neue qualitative Tiefe ihrer Kompositionen der 90er Jahre ist vor allem in der Musik, die sie für die Aufführung »Mis maa see on« (dt. »Was ist das für ein Land«) geschrieben hat, zu erkennen. Es ist eine Geschichte über den Freiheitsdrang der in Leibeigenschaft lebenden Esten in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Ihre philosophisch-balladenhaften Songs zu den Texten von Peter Volkonski bilden darin ein eigenständiges Werk. Ihr schöpferisches Talent als Interpretin wurde durch stilistisch sehr unterschiedliche Projekte verfeinert - die Zusammenarbeit mit der Saxappael Band (Ethno-Pop) und Tunnetusüksus (freie Improvisation), Peeter Vähi (Cross-over Classics) u. v. a. Das erste Album »1st acoustic graffiti« der jungen Sängerin ist ein Querschnitt durch die ganze Breite ihres damaligen Schaffens
»Es hat den Anschein, dass diese vielseitige und jahrelange Arbeit von Siiri Sisask eine Vorbereitung auf dem Weg ins kreative Zuhause war. In diesem hat sie sehr gute Partner, die sich die Sprache und die Botschaft ihrer Lieder zu eignen gemacht haben. Kristjan Randalu hat in seinen filigranen Arrangements die Gefühlsregungen und Hintergründe der Texte erfasst. Seine lyrisch-minimalistischen Fakturen schaffen der Botschaft mal ein günstiges Medium, mal eröffnen sie ihre Gefühlsskala. Die Lieder selber sind mehr Poeme als Balladen. Die dynamische Skala der Musik ist außerordentlich weit, an den Knotenpunkten des Musikaufbaus polarisieren sich die schönen Gebilde der Stille und die stürmisch-dramatischen Strukturen. Das außergewöhnliche Klavierspiel von Randalu und die teils weltentrückten Saxophon-Klarinettentöne von Carsten Netz sind wie unwiederholbare Farbtöne dieses Zuhauses, umrahmt vom zielgerichteten und meditativen Kontrabass. Es ist der Weg einer Frau, die heiße Liebe und Enttäuschung erfahren hat, die durch die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zu einer inneren Klarheit, zur Einheit mit der Natur und zum Spüren der reinen Energie findet.«
(Anne Erm, Künstlerische Leiterin, Festival »Jazzkaar«, Tallinn)
»Kristjan Randalu ist kein Jazzmusiker. Nein, er ist viel mehr. Er steht für eine Generation intelligenter Musikindividuen, die es geschafft haben sich frei zu machen vom Druck schreiender Jazz-Priester, die nicht begreifen wollen, dass Jazz nur ein Randbereich musikalischer Erneuerungsplattformen ist. Vielmehr stellt er unter Beweis, dass die Suche nach der eigenen Stimme in der Unverwechselbarkeit münden sollte, welche mir in Zeiten wie diesen das eigentliche Manko geworden zu sein scheint und Freiheit im besten (Jazz-) Sinne garantiert. Kristjan Randalu erzählt seine Geschichte– eine estische Jazzgeschichte, eine jazzige Geschichte aus Estland, eine Ost-Geschichte aus dem Jazzland? Vielleicht alles zusammen, aber vor allem werde ich seine außergewöhnliche musikalische Kraft und Stimme sofort erkennen, wenn er spielt – und Sie werden es auch. Immer wieder.«
(Till Brönner)
Besetzung:
Siiri Sisask (voc)
Kristjan Randalu (p)
Antonio Miguel (kontrabass)
Carsten Netz (sax, kla, fl)
Bodek Janke (dr, perc)
Pressestimmen:
Vollkommen überirdisch: Siiri Sisask sorgte für unvergessliche Momente
»Es gibt Momente, in denen die Vollkommenheit greifbar scheint. Perfektion des Erlebens. Sonntagabend in der Dreikönigskirche gab es einige solcher Momente: Siiri Siasask und Jälg waren zu Gast in der Reihe »Musik zwischen den Welten«, und es stimmte einfach alles. Die Atmosphäre in dem sakralen Raum, die nicht einfache Kirchenakustik und diese Musik mit ihrer überirdischen Schönheit. Da wollte man sich kneifen und wusste: Die Schönheit würde bleiben; da überlegte man kurz, welche Drogen dieses Erlebnis noch steigern könnten und kam auf keine. Und genoss weiter. Wissend, dass man Vergleichbares so bald nicht wieder erleben wird.... Bodek Janke wirkt inmitten seines Drum-Sets, als ob die Klänge direkt aus ihm herauskämen. Kristjan Randalu ist Rückgrat und Seele der Formation, er kann unauffällig Halt und Melodie geben, aber auch die unglaublichsten Free-Jazz-Linien auf seinem Flügel zaubern. Pascal Niggenkemper schafft es, einzelnen Bass-Tönen ein starkes Gewicht zu geben. Carsten Netz spielt Tenorsaxophon, Klarinette und verschiedene Flöten mit dem Wissen und handwerklichen Können eines Uralt-Jazzers, aber mit der Neugier und dem Mehr-Wollen eines Experimental-Gottes. Und Siiri Sisask? Sie ist die Göttin. Die Göttin vor dem Altar. Im schwarzen Hosenanzug, mit schlicht zusammengebundenen dunklen Haaren steht sie da, ohne Show- und Tanzschritte, wenige Gesten – nur einzelne Hand- und Armbewegungen, natürlich ihr Lächeln. Siiri Sisask Stimme hat hypnotische Qualitäten. Sie ist unwahrscheinlich präsent, mal in einer verrückt machenden Tiefe, mal ergreifend hoch, immer unausweichlich. Auf der Haut spürbare Musik – so fühlt sich Vollkommenheit an. Das ist so nah am Glück, wie es nur geht.«
(Beate Baum, Dresdner Neueste Nachrichten)
Siiri Sisask bringt Klanglandschaften zum Blühen
»…Ihr Lieder kreisen um existentielle Themen, um Liebe, Tod, Stille und Meditation. Doch sie ist sich allein nicht genug, braucht eine Umgebung, eine Klangambiente, ein Kommunikationsgefüge. Dafür hat sie eine Dreamband, um ihren gleichfalls aus Estland stammenden musikalischen Partner, den Pianisten Kristjan Randalu, mitgebracht. Dieser erst 26 Jahre alte und international hoch gehandelter Jazzmusiker, erweist sich als überlegener Gruppen-Architekt. Das heißt auch – und das mag mancher am Dienstagabend bedauern –, er hält sich als Solist weitgehend zurück. Doch gerade dadurch entsteht jenes flirrende Geflecht aus Piano, Kontrabass, Klarinette oder Saxophon und Schlagzeug, das der charismatischen Sängerin gerecht wird…Siiri Sisak wandert souverän durch diese Klanglandschaft, erweist sich vom Gestus her eher als singende Schauspielerin denn als Jazzsängerin. Die Energie der Rockmusik und die Sensibilität einer Singer-Songwriterin miteinander verbindend, gelingen ihr stimmungs- und eindrucksvolle Songs von eigenwilliger Melodik.
(Bert Noglik, LVZ)
Weitere Veranstaltungen der Reihe Ostwind:
- Bratsch
- Kroke (Polen)
- Eva Female Vocal Quartett (Bulgarien)
- Vorsicht, Angriff einer Blaskapelle! »King« Naat Veliov & The Original Kocani Orkestar (Mazedonien)
- Bratsch
- Muzsikás feat. Márta Sebestyén
- Zuby Nehty (Praha)
- Aufwind
- Karikas (Ungarn)
- Leipziger Folk Session Band
- Tacheles, Na Pas (Belorussland), Michail Gudenko (Ukraine), Victor Eritsuta (Ukraine) +Freunde
- Marek Galazka & Po Drodze (Polen)
- CSOKOLOM
- Natascha Bondar (Rußland) & der Dok-Film „Leben, Herbst“
- Karsten Troyke Trio
- Suzanna und Dzelem
- Rale (Japan, Tschechei)
- Urna Chahartugchi & Band (VR China)
- Romane Romnija (Prag)
- Ostwind-Spezial
- King Naat Veliov & The Original Kocani Orkestar (Mazedonien) & The Saint Nicholas Orchestra (Polen)
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Prag-O-Mania (Tschechien)
- Farlanders (Russland)
- Kroke (Polen)
- Bratsch (Frankreich)
- Teatr Novogo Fronta (Russland/International)
- RADAsynergica
- Orkestar Salijevic
- Zengö (Ungarn)
- Pesakh Fiszman (New York) und das Swing &
- Kerstin Katjusha Kozubek & Ensemble
- Aufwind
- Kroke (Polen)
- Bratsch (Frankreich)
- Karsten Troyke Trio
- NE ZHDALI
- Bratsch
- Poslednij Chance
- Namtchylak & Rothenberg
- The Transsylvanians
- Klezmatics
- Evasion
- Ostwind Party
- Poza
- In the mood of Duende
- Karikas
- Karsten Troyke & Jiddisch Anders
- Mark Aizikowitsch
- Bratsch
- Ahava Raba
- Balaleika Nuéva (Russland)
- Aufwind
- Caval
- Karsten Troyke & Jiddisch Anders
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Klesmorim
- Poslednij Chanse
- Simon Jakob Drees
- Dikanda (Polen)
- Siiri Sisask & Kristjan Randalu (Estland)
- Kroke (Polen)
- Manana Menabde & Shin
- Rettung der Löffelfamilie
- Mirrorworld (Ungarn)
- Parne Gadje (Niederlande)
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Igor Savitsky (Ukraine) singt Wyssotsky
- Dobrek Bistro (Polen/Österreich)
- Yat Kha (Russland)
- Eva Female Vocal Quartet (Bulgarien)
- Bratsch
- Tam Tam Project (Polen)
- KAL (Serbien)
- Charms Projekt und Katka Sarközi (CZ)
- La Sega del Canto (Finnland)
- Fragment (Ungarn)
- Volga (Moskau)
- Balkan Beat Box (New York)
- Little Cow (Ungarn)
- The Shin (Georgien)
- KAL (Serbien)
- Florentin Chiran & Trio Romania (Rumänien)
- Suden Aika (Finnland)
- Klezzmates (Krakow)
- Shukar Collective (Rumänien)
- Volga (Russland-Moskau)
- Kultur Shock (Bosnien, Bulgarien, USA, Japan)
- Perkalaba (Ukraine)
- Tutarchela (Georgien)
- KaroVan – Lisa Kanchukh und Freunde (Armenien/BRD)
- Parne Gadje (Niederlande)
- Natascha Bondar und Band (Russland)
- Bratsch (Frankreich)
- André Ochodlo & The Jazzisch Quintett (Polen)
- Alony (Israel/BRD)
- La Cherga (Bosnien, Mazedonien, Kroatien)
- Karl Hlamkin mit seinem Inflammable Orchester (Russland)
- Zariza Gitara (RUS)
- Egschiglen (Mongolei)
- The Shin (Georgien)
- Kultur Shock (International)
- Aufwind
- Joscho Stephan
- Diva Reka (Bulgarien)
- Bratsch
- Uz Jsme Doma
- Hudaki VILLAGE BAND
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9,-/7,-
Kartenvorbestellung:
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