Der weiße Fleck

Der weiße Fleck – Eine künstlerische Collage über das Eigene und das Fremde

Ein Gemeinschaftsprojekt der soziokulturellen Zentren ANKER, Frauenkultur, GeyserHaus, naTo, VILLA und WERK 2 sowie des Leipziger Gewandhausorchesters

Musik | Tanz | Schauspiel | poetische Objekte | Fotografie | Film
Am 7. und 8. Oktober 2016 im Gewandhaus zu Leipzig und auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz

Alltäglich begegnet uns die Flüchtlingsthematik, in den Medien, in politischen und öffentlichen Diskussionen. Oft wird der Begriff des Fremden dadurch mit Flüchtlingen in Verbindung gebracht, es tauchen Fragen nach dem Einfluss der Zuwanderung auf das gewohnte eigene Leben und damit auch Ängste und Vorbehalte auf.
Das Projekt schafft konkrete Begegnungen zwischen Menschen, die sich fremd scheinen: Menschen verschiedener Herkunft und Religion, aber auch verschiedenen Alters, Geschlechts, mit unterschiedlichen Biographien, Charaktereigenschaften und Erfahrungen.
Ab August 2016 begeben sie sich gemeinsam in sechs Workshops mittels Tanz, Theater, Bildender Kunst, Fotografie und Film auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und entdecken dabei Eigenes am Fremden oder Neues an sich selbst.
Die Ergebnisse der Workshops wurden in einer öffentlichen Probenwoche vom 03. – 09.10.16 auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig zu einer künstlerischen Collage zusammengefügt, verbunden durch die Musik der Cellosuiten von J.S. Bach. Passanten waren eingeladen während der Proben die Beteiligten kennenzulernen und sich aktiv in das Projekt einzubringen. Am 7. und 8. Oktober fand an gleicher Stelle die Abschlusspräsentationen statt.

Seit 2010 realisiert die AG Soziokultur als Zusammenschluss von neun soziokulturellen Zentren in Leipzig alle zwei Jahre ein Gemeinschaftsprojekt zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.


Unsere Stadt!

Teilprojekt des naTo e.V.

Animadokfilm, 10 – 15 min | Bilder und Objekte | Bühnenshow

Leipziger Jugendliche und Jugendliche mit Fluchterfahrung gestalten die Stadt, in der sie zukünftig gemeinsam leben möchten: Unsere Stadt! Wie sehen Straßen und Plätze aus, auf denen sich die Menschen gern aufhalten und treffen? Welche Kulturräume und Gotteshäuser gibt es? Wo sollte meine Schule stehen? In welchem Café treffe ich meine Freunde und wo gehe ich abends tanzen? Wie sieht der Park aus, in dem ich morgen ein Rendezvous habe?
Ob dann bei genauerer Betrachtung der bunten Fassaden die Skyline von Bagdad, Damaskus oder Leipzig hindurchschimmert, spielt für das gemeinsame Lebensgefühl ihrer Schöpfer keine Rolle mehr.