»Vom Ende des Punks in Helsinki« | Jaroslav RudišLesung

»Vom Ende des Punks in Helsinki« | Jaroslav Rudiš

Warschauer Punk Pakt | Lesung mit Jaroslav Rudiš (Prag/CZ) und medialen Ergänzungen von Alexander Pehlemann (Zonic)

Ole, Jahrgang 1970, war früher Punk, Frauenheld und erfolgreich mit seiner Band, aber das ist lange her. Heute betreibt er das »Helsinki«, eine kleine, verrauchte Bar in einer namenlosen (ost)deutschen Großstadt (die stark an Leipzig erinnert). Außer der Bar, ein paar Freunden und seinen Erinnerungen ist ihm wenig geblieben. Als seine Bar geschlossen wird, bricht Ole zu einer Reise nach Tschechien auf. Es wird eine Zeitreise an den dunkelsten Punkt seiner Vergangenheit: 1987, nach dem von Riots begleiteten Konzert der Toten Hosen beim Olof-Palme-Friedenskonzert in Pilsen, versuchte er mit seiner tschechischen Punk-Freundin Nancy über die grüne Grenze in den Westen zu fliehen. Mit tragischem Ausgang …

Jaroslav Rudiš, geboren 1972, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Sein vierter Roman »Vom Ende des Punks in Helsinki«, der von seiner tiefen Liebe zum Ostblock-Punk zeugt, erschien 2014 bei Luchterhand und wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Es gilt als Rudiš‘ bestes Buch und wurde u.a. ins Französische, Finnische und Polnische übersetzt.
Die Lesung in Leipzig, mit der er an einen Inspirationsort der Handlung kommt, wird für den Warschauer Punk Pakt-Kontext zudem mit Audio- und Video-Material der im Buch vorkommenden polnischen, tschechischen oder ostdeutschen Bands illustriert, aber auch Aufnahmen jenes legendären Konzerts 1987 in Pilsen, die das tschechoslowakische Fernsehen zur Anti-Punk-Propaganda benutzte.

  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Beginn: 20:00 Uhr
  • Eintritt: 5,00 € (VVK: 4,50 € zzgl. Gebühren)