Buchmesse International Spezial 2020

Es ist inzwischen Tradition. Auch 2020 präsentiert die Leipziger Buchmesse im Rahmen von „Leipzig liest“ zahlreiche ausländische Autorinnen und Autoren in der naTo. Vom 12.-14. März sind jeden Abend Lesungen am laufenden Band zu erleben.

Und auch im Werk 2 sind wir wieder zu Gast: Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage für die „Nordische Literaturnacht“ in den letzten Jahren, wird die lange Lesenacht am 13. März in der Halle A im Werk 2 (K-Liebknecht-Str. 132) stattfinden. In Halle D spricht Margarete Stokowski mit Strafverteidigerin Christina Clemm. In ihrem Buch „AktenEinsicht“ erzählt sie Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren.

  • Do
    12.03.
    Buchmesse International Special Lesung
    Buchmesse International Special

    Leipzig liest

    18.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Valdas Papievis (Autor), Gregor Dotzauer (Moderation), Markus Roduner (Übersetzer), Jorg Becken (Herausgeber), Cornelia Heyse (Schauspielerin/Vorleserin).
    Titel: Odile
    Veranstalter: Lithuanian Culture Institute, KLAK Verlag
    Moderation: Markus Roduner

    Valdas Papievis »Odile oder die Einsamkeit der Flughäfen«
    Der in Paris lebende litauische Autor Valdas Papievis lädt zur Präsentation seines frisch auf Deutsch erschienenen Romans »Odile oder die Einsamkeit der Flughäfen« ein, einer Geschichte über metaphysische Einsamkeit, den Alltag einer 90-jährigen Pariser Grande Dame und über den stilvollen Abschied von Dingen, Erinnerungen und Menschen. Den Leser erwartet ein außerordentliches Lesevergnügen, das Roland Barthes als jouissance bezeichnete.

    19.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Germano Almeida, Ana Luísa Amaral, Geovani Martins, Djaimilia Pereira de Almeida
    (Portugal)
    Titel: Ein Ausblick auf die portugiesischsprachige Literatur heute
    Veranstalter: Botschaft von Portugal

    20.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Nele Pollatschek, Jonathan Coe (GB)
    Titel: Goodbye, England. Zwei klug-ironische Blicke auf eine Insel in Aufruhr
    Beschreibung: Wie es so weit kommen konnte, dass Großbritannien die EU verlässt
    Moderation: Gesa Ufer, radioeins (rbb)
    Veranstalter: Folio Verlag, Verlag Galiani Berlin
    Eine Veranstaltung im Rahmen von Leipzig liest

    Der Brexit spaltet die britische Gesellschaft und ganz Europa – Nele Pollatschek und Jonathan Coes zeigen in ihren Büchern, wie es dazu kommen konnte. In ihrem Liebesbrief an England »Dear Oxbridge« analysiert Nele Pollatschek mit abgründigem Humor eine turbulente Liebesbeziehung zu einer verwirrenden Insel. Es ist ein Insiderbericht aus den Elite-Universitäten Cambridge und Oxford und ein Liebesbrief an ein eigensinniges Stück Europa. In seinem unterhaltsamen und fein gesponnenen Gesellschaftsroman »Middle England« blickt Jonathan Coe tief in die Seele des englischen Wesens. Ab wann lief alles schief? In den vermeintlich idyllischen Midlands mit festen Werten und Traditionen kommt eine bizarre Sehnsucht nach Englishness auf, und eine tiefe Kluft zieht in diesem abgehängten Landesteil durch alle menschlichen Beziehungen.

    Nähere Infos zu den Büchern:
    Jonathan Coe, Middle England - https://www.folioverlag.com/Middle-England/9783852568010
    Nele Pollatschek, Dear Oxbridge - https://www.galiani.de/buch/nele-pollatschek-dear-oxbridge-9783462320954

    21.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Jorge Zepeda Patterson (Mexico)
    Titel: Die Korrupten
    Beschreibung: Der internationale Erfolgsautor aus Mexiko zum 1. Mal in Deutschland
    Moderation: André Gstettenhofer
    Veranstalter: Elster & Salis AG

    Eintritt: alle frei

    • Einlass: 17:30 Uhr
    • Beginn: 18:00 Uhr
    • Eintritt: frei
  • Fr
    13.03.
    Buchmesse International Spezial Lesung
    Buchmesse International Spezial

    Leipzig liest

    18.00
    Mitwirkende: Anna Kordsaia-Samadaschwili, Lia Sturua, Lasha Bakradze (Moderator), Stefan Monhardt (Moderator), Nino Kavelashvili (Dolmetscherin)
    Titel: Romanautorin Anna Kordsaia-Samadschwili und Lyrikerin Lia Sturua – zwei Frauen aus verschiedenen Generationen – über ihre Werke und aktuelle Literaturtendenzen aus Georgien
    Beschreibung: Anna Kordsaia-Samadaschwili erzählt über bittersu?ße georgische Geschichten in ihrem neuen Roman »Sinka Mensch« und Lia Sturua präsentiert zum ersten Mal unglaublich faszinierenden Gedichtband »Enzäphalogramm«.
    Veranstalter, Herausgeber: Writer’s House of Georgia, Frankfurter Verlagsanstalt, Edition Monhardt

    Zwei wichtige Stimmen der georgischen Literatur stellen ihre Werke vor: Anna Kordsaia-Samadaschwili erzählt über bittersu?ße georgische Geschichten in ihrem neuen Roman »Sinka Mensch« und Lia Sturua präsentiert zum ersten Mal den unglaublich faszinierenden Gedichtband »Enzäphalogramm«.
    Die 1968 geborene Anna Kordsaia-Samadischwili zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen georgischen Autorinnen. Sie lebt und arbeitet als Autorin, Übersetzerin und Kulturjournalistin in Tbilissi und erhielt zahlreiche georgische Literaturpreise. In ihrem Roman »Sinka Mensch« (2020) über den verkru?ppelten, in einem Kinderheim aufgewachsenen Musiker Aleksi Adamiani, dessen Nachname schlicht »Mensch« bedeutet, spiegeln sich die Geschichten der Stadt Tbilissi in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Die wundersamen, auf den ersten Blick unglaublichen Begebenheiten werden zu einem Märchen verwebt, in dem Erdachtes und Wahres untrennbar miteinander verknüpft sind.
    Lia Sturua, geboren 1939 in Tbilissi, verkörpert dagegen das lyrische Georgien. Seit der Erscheinung ihrer ersten Gedichtsammlung 1965 revolutionierte sie die dichterischen Traditionen ihres Landes. Dass jemand – zumal eine Frau – Gedichte außerhalb des traditionellen Themenkanons und in freien Versen schrieb, war im Georgien der 60er Jahre neu und unerhört. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihr Werk und gilt heute als eine der wichtigsten dichterischen Stimmen ihres Landes. Der Gedichtband »Enzäphalogramm« (2018) präsentiert die Lyrikerin zum ersten Mal mit einer breiteren Auswahl in deutscher Übersetzung.

    19.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Malu Halasa (USA)
    Titel: Mutter aller Schweine
    Beschreibung: Das brillante, ebenso tragische wie komische Porträt einer zeitgenössischen Familie in
    Jordanien
    Moderation: André Gstettenhofer
    Veranstalter: Elster & Salis AG

    20.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Rob van Essen, Ulrich Faure (Niederlande)
    Titel: Der gute Sohn
    Beschreibung: Der niederländische Bestseller-Autor Rob van Essen stellt seinen preisgekrönten
    Roman vor. Zwei 60-jährige Männer begeben sich auf eine Mission, deren wahren Zweck nur
    einer von beiden kennt.
    Veranstalter: homunculus verlag

    Rob van Essen gehört in den Niederlanden zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Gemeinsam mit seinem Übersetzer stellt er seinen Roman Der gute Sohn vor, mit dem er 2019 den wichtigsten niederländischen Literaturpreis, den Libris-Preis, gewann.
    Zum Buch
    Die nahe Zukunft: Zwei Männer begeben sich auf eine geheimnisvolle Mission, deren wahren Zweck nur einer von beiden kennt. Der andere hat vor Kurzem seine Mutter zu Grabe getragen. So beginnt nicht nur eine Reise voll bizarrer Ereignisse inmitten einer Welt mit bedingungslosem Grundeinkommen, selbstfahrenden Autos und ironischen Robotern. Es beginnt eine Reise in die Vergangenheit eines Sohnes, der nach dem Tod seiner Mutter Bilanz zieht.
    Der gute Sohn ist Thriller, Dystopie, autobiografisches Zeugnis und absurder Road-Novel zugleich. Noch nie wurden existenzielle Themen wie Tod und Altern, Erinnern und Vergessen mit solch sprudelnder Leichtigkeit und solch trockenem Witz beschrieben.

    21.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Julia Cimafiejeva, Alhierd Bacharevi?, Maryna Rahklei (Weißrussland)
    Titel: Ein Abend in Minsk
    Beschreibung: Ein selten beachteter Nachbar: Lyrik, Essays und Geschichten aus Belarus
    Moderation: Andreas Rostek
    Veranstalter: edition.fotoTAPETA, Annabell von Engelbrechten

    Was wissen wir über Belarus, seine Dichterinnen, seinen Autoren, seine Geschichte??? Sehen Sie...
    Die edition.fotoTAPETA hat jetzt neu drei AutorInnen aus dem fernen europäischen Nachbarland im Programm: Julia Cimafiejeva mit dem Gedichtband ZIRKUS, Alhierd Bacharevi? mit seinen Essays über BERLIN, PARIS UND DAS DORF und Maryna Rakhlei, die sich in dem Essay EIN TREPPENHAUS IN MINSK fragt, wie ein Land zu sich selbst kommt... Kommen Sie mit uns nach Minsk.

    Eintritt: alle frei

    • Einlass: 17:30 Uhr
    • Beginn: 18:00 Uhr
    • Eintritt: frei
  • Fr
    13.03.
    15. Nordische Literaturnacht Leipzig liest / die naTo zu Gast im Werk 2/Halle A Lesung
    15. Nordische Literaturnacht
Leipzig liest / die naTo zu Gast im Werk 2/Halle A

    Leipzig liest / die naTo zu Gast im Werk 2/Halle A
    15. Nordische Literaturnacht
    Kaspar Colling Nielsen: Der europäische Frühling
    Knud Romer: Die Kartographie der Hölle
    Ragnar Helgi Ólafsson: Handbuch des Erinnerns und Vergessens
    Mikael Torfason: Die Fallenden
    Rosa Liksom: Die Frau des Obersts
    Wencke Mühleisen: Du lebst ja auch für deine Überzeugung
    Thure Erik Lund: Das Grabenereignismysterium
    Mikael Niemi: Wie man einen Bären kocht
    Pascal Engman: Feuerland

    • Einlass: 18:00 Uhr
    • Beginn: 19:00 Uhr
    • Eintritt: 9,00 € / 7,00 € (VVK: 8,00 / 6,00 € zzgl. Gebühren)
  • Fr
    13.03.
    Gewalt gegen Frauen: Christina Clemm und Margarete Stokowski im Gespräch Lesung
    Gewalt gegen Frauen: Christina Clemm und Margarete Stokowski im Gespräch

    Leipzig liest / die naTo zu Gast im Werk 2/Halle D
    Gewalt gegen Frauen: Christina Clemm und Margarete Stokowski im Gespräch
    Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Phänomen, auch wenn sie nur selten öffentlich wird. In »AktenEinsicht« erzählt die Strafverteidigerin Christina Clemm Geschichten von Frauen, die körperlicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren, und vermittelt überraschende, teils erschreckende Einsichten in die Arbeit von Justiz und Polizei.

    • Einlass: 19:00 Uhr
    • Beginn: 20:00 Uhr
    • Eintritt: Angabe folgt
  • Sa
    14.03.
    Buchmesse International Spezial Lesung
    Buchmesse International Spezial

    Leipzig liest

    18.00
    Lesung
    Mitwirkende: Sabine Franke, Frank Arnold
    Titel: Simon Ravens Romanserie »Almosen fürs Vergessen« startet mit »Fielding Gray«
    Beschreibung: Die 10-bändige Romanserie startet erstmals auf Deutsch!
    Veranstalter: Elfenbein Verlag

    Fielding Gray ist der strahlende Star der Schule. Brillant in Latein und Griechisch, glänzt er auch beim Cricket und vermag es, alle mit seiner Attraktivität, seiner Eloquenz und einem charmanten Hang zum Draufgängertum für sich einzunehmen. Kurz bevor er 1945 sein letztes Schuljahr antritt, verliebt er sich in den zurückhaltenden blonden Christopher, an dem ihn vor allem dessen Unschuld fasziniert. Obwohl sein bester Freund vor einem möglichen Skandal warnt und ihn ein Konkurrent um die Position des Schulkapitäns offensichtlich genau im Blick behält, bahnt sich eine Tragödie an — und auch außerhalb der Schule gerät Fielding Grays verheißungsvolle Zukunft ins Wanken.
    »Fielding Gray« ist ein berührender Roman über Freundschaft und enttäuschte Erwartungen, Begehrlichkeit und schicksalhaftes Scheitern, manipulative Machenschaften und Schuld. Und er ist der erste Teil der Romanreihe »Almosen fürs Vergessen« des britischen Autors Simon Raven, die endlich auch hierzulande entdeckt werden kann. Mal mehr, mal weniger locker mit dem Lebensweg des englischen Berufssoldaten und Schriftstellers Fielding Gray verbunden, der nach einem Indienaufenthalt auch auf Zypern und in Deutschland stationiert ist, umspannen die zehn Romane erzählerisch die Jahre 1945 bis 1973. Sie sind miteinander verwoben durch die Mitglieder einer Gruppe privilegierter Internatsschüler, die sich im ersten Band »Fielding Gray« eben anschicken, in verschiedene politische, publizistische, wirtschaftliche und militärische Schaltstellen des britischen Gesellschaftslebens aufzurücken.
    Berührend, unerschrocken und höchst unterhaltsam erzählt Simon Raven davon, wie »menschliches Bemühen und Wohlwollen beständig dem heimtückischen Wirken von Zeit, Zufall und der übrigen Menschheit ausgesetzt sind«. Ein elitäres Bildungssystem, der Zusammenbruch des Britischen Reiches, Suezkrise und Kalter Krieg, Atomwaffenentwicklung und Studentenrevolte bilden den Hintergrund, vor dem die moralische Hybris und die menschlichen Schwächen der britischen Oberschicht und der zunehmend auch tonangebenden »Upper Middle Class« ins Visier genommen werden.
    Es liest der Berliner Schauspieler Frank Arnold. Die Leipziger Übersetzerin Sabine Franke führt in Leben und Werk ein.

    19.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Debra Jo Immergut (USA)
    Titel: Die Gefangenen
    Beschreibung: Die Geschichte einer hoch manipulativen Beziehung – hypnotisch, explosiv, obsessiv
    Veranstalter: Penguin Hardcover

    Frank erkennt sie auf Anhieb. Die Haare, der Gang, das Lächeln – sie hat sich nicht verändert. In der
    Highschool war er unsterblich in dieses Mädchen verliebt. Damals hat sie ihn keines Blickes
    gewürdigt. Nun steht Miranda in ihrer gelben Gefängniskluft vor ihm, wegen kaltblütigen Mordes zu
    52 Jahren Haft verurteilt. Frank ist ihr als Psychologe zugewiesen, müsste aber den Fall wegen
    Befangenheit abgeben. Doch Frank trifft eine fatale Entscheidung mit gefährlichen Konsequenzen für
    beide…
    Debra Jo Immergut erzählt mit großem psychologischem Feingefühl davon, wie Frank und Miranda
    Gefangene ihrer schicksalhaften Vergangenheit sind. Ein faszinierender Roman über die
    Wechselwirkung zwischen Macht und Obsession, Manipulation und Gefahr – atemlos spannend!

    20.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Sasha Filipenko (Weißrussland)
    Titel: Rote Kreuze
    Beschreibung: Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana
    Alexejewna ist über neunzig und wird immer vergesslicher.
    Veranstalter: Diogenes Verlag

    Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und wird immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt. Vom Stalin-Terror bis in die postsowjetische Gegenwart. Eine Geschichte, die das Herz bricht und Mut macht. Mit Originaldokumenten aus dem Archiv des Roten Kreuzes.
    Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein weißrussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte er Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satire-Show und Fernsehmoderator. »Rote Kreuze« ist der erste seiner fünf Romane, der auf Deutsch erscheint. Sasha Filipenko ist leidenschaftlicher Fußballfan und lebt in St. Petersburg.

    21.00
    Lesung und Gespräch
    Mitwirkende: Zoltán Danyi, Anna Terek, Andrea Tompa, Sándor Zsigmond Papp
    Titel: Nach der Wende: Ungarische Literatur aus Siebenbürgen und der Vojvodina
    Beschreibung: Autoren aus Rumänien und Serbien über ihre gemeinsamen Erfahrungen von damals
    und heute
    Veranstalter: Petöfi Literary Fund, Collegium Hungaricum Berlin

    Eintritt: alle frei

    • Einlass: 17:30 Uhr
    • Beginn: 18:00 Uhr
    • Eintritt: frei