Leipziger Bewegungskunstpreis 2019

Leipzigs freie Szene ist vielseitig, bunt und bewegt – und dieses Engagement wird honoriert. Seit 2005 wird alljährlich der mit 5.000 Euro dotierte Leipziger Bewegungskunstpreis an eine herausragende freie Produktion der Bühnenkünste vergeben. Die drei nominierten Stücke der Saison 2017/2018, »Django – ein Cartoon-Western« (Larsen Sechert), »Surround« (Overhead Project in Kooperation mit Lofft – Das Theater) und »Unser großes Album elektrischer Tage« (James & Priscilla in Kooperation mit den Cammerspielen Leipzig) werden beim Bewegungskunst-Festival am 1. + 2. Februar 2019 live zu sehen sein. Umrahmt wird das Festival von der bunten Leipzig-Short-Cuts-Revue zur Festivaleröffnung und der großen Bewegungskunst-Gala zum Abschluss – in diesem Jahr mit einem besonderen Stargast, der Sängerin Bernadette La Hengst.

Mehr Infos auf: https://bewegungskunstpreis.de

  • Fr
    01.02.
    Leipziger Bewegungskunstpreis 2019 - Große Festivaleröffnung + »Unser großes Album elektrischer Tage« | James & Priscilla Theater
    Leipziger Bewegungskunstpreis 2019 - Große Festivaleröffnung + »Unser großes Album elektrischer Tage« | James & Priscilla

    Große Festivaleröffnung

    Moderiert von Stefan Ebeling, am Piano Olga Reznichenko.

    Die Leipzig-Short-Cuts-Revue – Eine leere, weiß ausgeleuchtete Bühne, ansonsten vollkommene Freiheit. Und nach genau drei Minuten ist Schluss!


    Im Anschluss:

    »Unser großes Album elektrischer Tage« | James & Priscilla
    Kooperation mit den Cammerspielen Leipzig

    Eine Gruppe von Kindern wird von ihrer Mutter verlassen. Statt ihren widersprüchlichen Erinnerungen nachzuhängen, entschließen sie sich, ihr Haus zu verlassen und sie zu suchen. Dabei stoßen sie an die Grenzen dessen, wer diese Frau überhaupt ist. Sie fragen sich, ob es so etwas wie feste Identitäten gibt und warum alle in ihren Rollen gefangen sind – sei es Mutter, Kind oder irgendetwas anderes.
    James & Priscilla verschneidet den schillernden Text von Johanna Maxl mit Popsongs der letzten Jahre und erzählt so Geschichten aus der Sicht der Kinder (She was so good at being in trouble – Unknown Mortal Orchestra) und der Mutter (All you want is Nikes - Frank Ocean). Mit ihrer Form des minimalistischen Konzert-Theaters erschafft die Gruppe auf der Bühne ein Album voller Sehnsucht und den großen Versprechen von Pop-Musik: Emanzipation und Verbundenheit.
    James & Priscilla arrangieren Texte und Musik aus Popsongs als Theaterinszenierungen. Das Ergebnis kann Pop-Oper genannt werden, minimalistisches Bildertheater oder abstraktes Live-Hörspiel. Durch den gezielten Einsatz von Gestik, Mimik und Andeutungen von Tanz ersetzen sie die große Geste und erschaffen eine zeitgenössische Form von Pathos.

    Die Gruppe wurde 2009 von Studierenden der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim gegründet. Die bisherigen Produktionen sind Badlands (2010), End of a Century (2011), The Love Below (2012), A Tender Age (2013), Nightcalls (2015) und Pop Music Pieces (2016). James & Priscilla hat bisher u.a. bei den Festivals theaterszene europa in Köln, Out Now! in Bremen, Spurensuche in Köln, Augenblick mal! in Berlin und Licht.blicke-Festival in Nürnberg teilgenommen.

    Jurybegründung Memories are made of this: »Unser großes Album elektrischer Tage« ist Low Budget Pop Oper über den Traumstoff der Kindheit und der Erinnerungen. Ein minimalistisches Musik-Theater der Hildesheimer Performancegruppe James & Priscilla, basierend auf dem Roman der Leipziger Autorin Johanna Maxl. Eine Bühnenphantasie in Lakonie und auf leuchtenden Schuhen.

    Von und mit Clara Minckwitz, Felix Scheer, Nicolas Schneider, Aishe Spalthoff, Jasper Tibbe
    Text und Dramaturgische Unterstützung Johanna Maxl
    Assistenz Miriam Bähr
    Produktionsleitung Zwei Eulen – Büro für Kulturkonzepte

    Eine Theaterproduktion von James & Priscilla in Koproduktion mit dem Cammerspiele Leipzig e.V.
    »Unser großes Album elektrischer Tage« wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung Niedersachsen, dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, der Hans Thomann-Stiftung und der LEIPZIGSTIFTUNG.


    Eintrittspreise und Kartenvorverkauf siehe www.bewegungskunstpreis.de/festival

    • Einlass: 18:30 Uhr
    • Beginn: 19:00 Uhr
    • Eintritt: 13 € / 8 €
  • Sa
    02.02.
    »Django – Ein Cartoon-Western« | Larsen Sechert Theater
    »Django – Ein Cartoon-Western« | Larsen Sechert

    Leipziger Bewegungskunstpreis 2019

    Westernheld Django kehrt in seine Heimatstadt zurück. Er will sich rächen. An wem weiß er noch nicht. Da sich aber jeder gute Westernheld irgendwie rächen muss, wird auch Django sich rächen.
    Dieser Cartoon-Western enthält im Stile der Geräuschpantomime wesentliche Szenen aus Sergio Corbuccis gleichnamigen Film aus dem Jahre 1966. Dieser Film löste eine Welle von Django-Filmen aus. Die Soloshow rast mit wilden Schießereien und absurd-grotesken Faustduellen von
    einem Spektakel zum anderen.

    Larsen Sechert studierte an der Universität Leipzig Theaterwissenschaft, Soziologie und AV Literaturwissenschaft, woran er eine Schauspielausbildung zum staatlich anerkannten Schauspieler für Clown und Comedy an der Tamala Akademie Konstanz anschloss. Er war an zahlreichen theaterpädagogischen Projekten und Inszenierungen mit Jugendlichen, Kindern, Senioren und Theaterprofis in Deutschland, England, Spanien, Italien und Österreich beteiligt. 2003 gründete er das Knalltheater und ist seitdem deutschlandweit als Clown und Mime mit Kindertheaterprogramm, Improtheater und Inszenierungen unterwegs. Beteiligungen und Engagements an Projekten mit Krystallpalast Varieté, Theater Titanick, Theaterturbine, MDR Fernsehen, Theatrium, sowie für die Stadt Leipzig, Chemnitz, Gießen, Stralsund uvm.

    Jurybegründung Larsen Sechert kann es – und dafür braucht er nur ein paar Hüte und Kartons. Mit präziser und energiegeladener Körperarbeit bringt er nicht nur die Figuren des „ruthless violent film“ und Italowestern-Klassikers von 1966 auf Trab, sondern vor allem die Phantasie des Publikums. Rasend schnell wechselt er zwischen verschiedenen Saloongestalten, berittenen Bösewichten, zwischen Sarg, Huhn, Treibsand, Kugelhageln, Djangos Liebschaft und einer unvergesslichen Schwingtür hin und her. Secherts Solo steckt an und beeindruckt. Durch das hohe technische Geschick, das das Spiel mit dem Unsichtbaren erfordert – und umso größeres sinnliches Vergnügen macht.

    Spiel Larsen Sechert
    DJ am Pult Andreas Vent-Schmidt
    Mithilfe bei den Proben Martin Kiefer (Zirkusmanufaktur) und Matthias Marquitz (CamüVelü)


    Eintrittspreise und Kartenvorverkauf siehe www.bewegungskunstpreis.de/festival

    • Einlass: 18:30 Uhr
    • Beginn: 19:00 Uhr
    • Eintritt: 13 € / 8 €
  • Sa
    02.02.
    Bewegungskunst-Gala und Preisverleihung Theater
    Bewegungskunst-Gala und Preisverleihung

    Bernadette La Hengst – Musikerin, Regisseurin und Autorin unterwegs zwischen Popsong, Theater und Diskurs. Mit ihrer Hamburger Beat-Punk-Girlband „Die Braut haut ins Auge“ rockte sie durch die 90er, seitdem ist sie solo unterwegs und Stargast der Bewegungskunst-Gala. Der Höhepunkt wird selbstverständlich die Preisverleihung.
    Im Anschluss Party mit Sekt, Büffet und Musik.


    Eintrittspreise und Kartenvorverkauf siehe www.bewegungskunstpreis.de/festival

    • Einlass: 20:45 Uhr
    • Beginn: 21:00 Uhr
    • Eintritt: 13 € / 8 €