Alltag / Revolution. Leipzig 1918 – 1923

Die revolutionären Jahre 1918-1923 gehören zu den wichtigsten und gleichzeitig am wenigsten thematisierten Ereignissen der deutschen Zeitgeschichte. Der Umsturz setzt das Frauenwahlrecht, den Achtstundentag und die Etablierung von Betriebsräten durch. Zum ersten Mal wird der Freistaat Sachsen ausgerufen. Die Ausstellung im Leipziger Hauptbahnhof samt vielseitigem Rahmenprogramm in der naTo und im UT Connewitz widmet sich dem Verhältnis von Alltag und Revolution im Leipzig der unruhigen Nachkriegsjahre. Damit wird die Stadt zu einem Brennglas der historischen Entwicklung der ersten deutschen Republik. Ausgangspunkt ist die Erinnerung an die Revolution sowie die Hoffnungen, aber auch Ängste, die sich mit der Republikgründung verbanden. Die Ausstellung will ein wichtiges Stück Stadtgeschichte vermitteln und zugleich zu einem Nachdenken über das Verhältnis von Revolution und Demokratie einladen.


Demonstration während der ersten Revolutionstage im Ranstädter Steinweg, 10. November 1918. (Foto: Foto-Claus)

Provisorische Messehalle „Reklameburg“ zur Herbstmesse auf dem Leipziger Markt, 1921. (Foto: Eduard Krömer).
Der Leipziger Arbeiter- und Soldatenrat im Hotel Astoria, November 1918. (Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)


Revolutionäre Soldaten mit erbeuteten Minenwerfern vor dem Leipziger Volkshaus, 8. November 1918. (Foto: Bernhard Uhlig)
Kundgebung zur Feier der Revolution auf dem Augustusplatz, 10. November 1918.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie in Kürze hier. Das Veranstaltungsprogramm wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Ein Projekt des naTo e.V., gefördert und unterstützt von:





  • Do
    15.10.
    »Den Frieden hatten wir uns anders vorgestellt…« | Dr. Johanna Sänger (Stadtgeschichtliches Museum) über Leipzig in der jungen Weimarer Republik Sonstiges
    »Den Frieden hatten wir uns anders vorgestellt…« | Dr. Johanna Sänger (Stadtgeschichtliches Museum) über Leipzig in der jungen Weimarer Republik

    Alltag / Revolution. Leipzig 1918 - 1923

    Die ersten Jahre der jungen Republik waren in Leipzig alles andere als ruhig. Einerseits brachte der neue Staat viele Chancen und nach dem Krieg herrschte Lebenslust. Aber die Zukunft stellten sich Kommunisten, Demokraten oder Völkische komplett verschieden vor. Immer wieder kam es auch in Leipzig zu Streiks und blutigen Kämpfen bis hin zum Kapp-Putsch. Für viele war der Alltag begleitet von Geldsorgen, denn die Preise stiegen ständig. Ein Vortrag über Fakten, Mythen und Meinungen der Revolutionsjahre.

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    Bitte machen Sie sich vor Ihrem Besuch auch mit unserer Hausordnung vertraut: https://www.nato-leipzig.de/hausordnung-besondere-festlegungen-im-zusammenhang-mit-dem-schutz-vor-dem-coronavirus/ und tragen Sie bei Betreten des Saales Ihre Mund-Nasen-Maske. Kommen Sie bitte außerdem pünktlich, idealerweise 10 Minuten früher, zu den Veranstaltungen. Ein Einlass nach Vorstellungsbeginn ist aufgrund der Corona-spezifischen Regelungen - Platzierung der Gäste entsprechend der Corona-Abstandsregeln und unseres Hygienekonzepts - derzeit nicht möglich und die Karten verfallen.

    • Einlass: 18:30 Uhr
    • Beginn: 19:00 Uhr
    • Eintritt: frei
  • So
    18.10.
    »Nie kämpft es sich schlecht für Freiheit« | Jens-Paul Wollenberg, Jürgen B. Wolff, Dieter Beckert und Valerie Funkner Konzert
    »Nie kämpft es sich schlecht für Freiheit« | Jens-Paul Wollenberg, Jürgen B. Wolff, Dieter Beckert und Valerie Funkner

    Alltag / Revolution. Leipzig 1918 - 1923

    Das Quartett bietet passend zum Thema Revolution eine exklusive Auswahl von entsprechenden Songs, welche die Pariser Commune, das Jahr 1848 und natürlich die Zeit um 1918 umfassen. Musikalisch interpretieren die Musikanten ihre Lieder in der Tradition der Bänkelsänger*innen, überschreiten dabei manchmal auch deren Grenzen und freuen sich, dass Max Hölz wieder da ist. »Unser Sieg ist nah. Max Hölz ist wieder da. Er hält die rote Fahne hoch. Und schwingt sie hurra!« Neben diesem Stück von Erich Mühsam präsentieren die vier Barden auch Lieder mit Texten von Hoffmann von Fallersleben, Ferdinand Freiligrath, Bert Brecht, Erich Weinert, Hermann Claudius und anderen, zum Teil unbekannten Verfassern. Das extra für diesen Abend zusammengesetzte Ensemble besteht aus: Jens Paul Wollenberg, Jürgen B. Wolff, Dieter Beckert und Valerie Funkner.

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    Bitte machen Sie sich vor Ihrem Besuch auch mit unserer Hausordnung vertraut: https://www.nato-leipzig.de/hausordnung-besondere-festlegungen-im-zusammenhang-mit-dem-schutz-vor-dem-coronavirus/ und tragen Sie bei Betreten des Saales Ihre Mund-Nasen-Maske. Kommen Sie bitte außerdem pünktlich, idealerweise 10 Minuten früher, zu den Veranstaltungen. Ein Einlass nach Vorstellungsbeginn ist aufgrund der Corona-spezifischen Regelungen - Platzierung der Gäste entsprechend der Corona-Abstandsregeln und unseres Hygienekonzepts - derzeit nicht möglich und die Karten verfallen.

    • Einlass: 19:30 Uhr
    • Beginn: 20:30 Uhr
    • Eintritt: € (VVK: 12,50 / 8,50 € zzgl. Gebühren)
  • Fr
    30.10.
    »Die vergessene Revolution« | Eine Produktion des nö theaters in Koproduktion mit dem Theater Tiefrot, dem Polittbüro Hamburg und der Theaterakademie Köln (im UT Connewitz) Theater
    »Die vergessene Revolution« | Eine Produktion des nö theaters in Koproduktion mit dem Theater Tiefrot, dem Polittbüro Hamburg und der Theaterakademie Köln (im UT Connewitz)

    Alltag / Revolution. Leipzig 1918 - 1923

    1918 – Eine Revolution. In Deutschland. Und erfolgreich. Im November beendeten die Revolutionär*innen den Weltkrieg, verjagten den Kaiser, stürzten das System, erkämpften die Demokratie und das Frauenwahlrecht. Sie entwickelten zahlreiche gesellschaftliche Alternativen und Utopien. Doch die Revolution wurde verraten, brutal erstickt und hundert Jahre später ist sie fast vollständig vergessen. Selbst im Jubiläumsjahr wird ein mögliches Gedenken von den Jahrestagen Karl Marx‘ und der 68er Bewegung überlagert.
    Das nö theater nimmt den Karabiner in die Hand, wendet sich diesem blinden Fleck der Geschichte zu, sucht nach Ursachen, offenen Wunden und versucht in einem flammenden Plädoyer die Revolution dem Vergessen zu entreißen. Ein dokumentarisches Theaterstück über eine Geschichte zwischen zwei Weltkriegen, die sanft beginnt und mit Blut überzogen wird.

    Schauspiel: Soraya Abtahi, Julia Knorst, Anne K. Müller, Asta Nechajute, Sophie Roßfeld
    Inszenierung: Janosch Roloff
    Lichtdesign: Marek Mauel, David Horsters
    Regieassistenz: Noelle Fleckenstein, Nele Schillo
    Dramaturgie: Felix Höfner
    Flyermotiv: Nele Schillo

    Eine Produktion des nö theaters in Koproduktion mit dem Theater Tiefrot, dem Polittbüro Hamburg und der Theaterakademie Köln.

    Diese Aufführung ist Teil des Projektes »Alltag / Revolution 1918/1923« mit einer Ausstellung auf
    dem Leipziger Hauptbahnhof und einem vielfältigen Rahmenprogramm in der naTo.

    • Einlass: 19:00 Uhr
    • Beginn: 20:00 Uhr
    • Eintritt: € (VVK: 10,00 / 6,00 € zzgl. Gebühren)
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