Der Glücksdrache

„Der Glücksdrache“ ist ein soziokulturelles Beteiligungsprojekt für Kinder verschiedener Kulturkreise und deren Familien. Anliegen ist es, deutsche Kinder und Kinder, die aus Kriegs- und Krisengebieten geflohen sind, zusammenzubringen und ihnen aufgrund des intensiven Kennenlernens bei der gemeinsamen künstlerischen Arbeit ein starkes Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln. Außerdem sollen von Beginn an die Familien aller beteiligten Kinder einbezogen werden und es soll die Möglichkeit entstehen, sich persönlich kennenzulernen, in einen intensiven Kulturaustausch zu treten sowie die Kinder bei der Projektarbeit zu unterstützen.


Worum geht es?

Kinder haben es in unserer Welt sehr häufig mit Situationen zu tun, die sie nicht durchschauen können, die sie überfordern und in denen sie sich deshalb ängstigen. Nicht umsonst kommen in vielen Märchen und Phantasiegeschichten wundersame Fabelwesen bedrohten Kindern zu Hilfe und befreien sie aus misslichen Lagen. Gemeinsam mit ihrem – wahlweise riesengroßen oder superschlauen oder mit Zauberkräften ausgestatteten – Freund fühlen sie sich in solchen Geschichten dann unbesiegbar und den bösen Kräften gewachsen. Ein Wunschtraum, den wir alle aus unserer eigenen Kindheit kennen. Dieses Grundsujet wollen wir uns in unserem Projekt zunutze machen und die beteiligten Kinder in eine Geschichte hineinziehen, in der sie auf der Suche nach ihrem Glücksdrachen verschiedene Abenteuer bestehen müssen. Am Ende werden sie feststellen, dass sie mit Hilfe der vielen besonderen Fähigkeiten aller einzelnen Mitstreiter/-innen in ihrer Gruppe alle Herausforderungen selbst gemeistert haben. Gemeinsam sind sie der Glücksdrache.


Was wird passieren?

Das Projekt wird aus drei Teilen bestehen.
Ein Gestaltungs-/Theaterkurs über 12 Wochen für die Kinder: Gemeinsam mit einem professionellen Theaterregisseur, einer Malerin und Kunstpädagogin, einer Trickfilmregisseurin, eine künstlerische Assistentin und Lehrer/-innen der Kurt-Masur-Schule werden sie die Abenteuer des Märchens erfinden, Bilder malen, Kulissen bauen und ein Theaterstück einstudieren.
Mehrere (bei Bedarf gedolmetschte) Zusammenkünfte der Eltern bzw. Familien der beteiligten Kinder: Mit mitgebrachten (landestypischen) Speisen entsteht beim gemeinsamen Essen die gemütliche Atmosphäre eines Begegnungscafés. Die Treffen werden jeweils unter einem Thema stehen. Zum Schluss wird gemeinsam die Unterstützung der Aufführungen von Bühnenbau bis Kinderschminken geplant.
Und schließlich die öffentliche Präsentation der Projektergebnisse, also die Aufführung des Theaterstücks. Mehrere Vorstellungen wird es Ende November geben. Orte und Zeiten werden noch bekannt gegeben.


Projektzeitraum: Ende August – Ende November 2018
Workshops: Larsen Sechert (Theaterpädagoge), Britta Schulze (Kunstpädagogin), Thurit Krämer (Trickfilmregisseurin), Judith Rothe (künstlerische Assistenz)
Projektleitung: Falk Elstermann | die naTo


Ein kunstpädagogisches Projekt des naTo e.V. in Kooperation mit der Kurt-Masur-Schule gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Leipzigstiftung und dem Kulturamt der Stadt Leipzig.